Vielfalt, die Zukunft schafft: Fast jeder zweite neue temps-Azubi hat eine internationale Staatsangehörigkeit
36 junge Menschen beginnen 2026 ihre Ausbildung bei der temps-Gruppe. 17 von ihnen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das Familienunternehmen verbindet gelebte Vielfalt mit gezielter Förderung und langfristiger Fachkräftesicherung.
Neustadt am Rübenberge, 30. September 2026. Vielfalt prägt den neuen Ausbildungsjahrgang der temps-Gruppe. 36 junge Menschen starten 2026 in ihr erstes Lehrjahr. 17 von ihnen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht 47,2 Prozent. Damit hat fast jeder zweite neue Auszubildende eine internationale Staatsangehörigkeit.
Am Stammsitz in Neustadt am Rübenberge beginnen 18 Auszubildende. Acht von ihnen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Der Anteil liegt bei 44,4 Prozent. An den weiteren Standorten starten ebenfalls 18 junge Menschen. Neun von ihnen haben eine internationale Staatsangehörigkeit. Das entspricht 50 Prozent.
Auch über alle drei Lehrjahre hinweg ist das Bild deutlich. Insgesamt bildet die temps-Gruppe 87 junge Menschen aus. 36 von ihnen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. Der Anteil beträgt 41,4 Prozent. In Neustadt sind es 21 von 49 Auszubildenden und damit 42,9 Prozent. An den weiteren Standorten sind es 15 von 38 beziehungsweise 39,5 Prozent. Insgesamt kommen in der Ausbildungsstatistik 16 Staatsangehörigkeiten zusammen, die deutsche eingeschlossen.
„Ausbildung bedeutet für temps aktive Zukunftssicherung. In den kommenden Jahren verabschieden sich erneut erfahrene Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand. Mit einer starken Ausbildung sorgen wir dafür, dass Wissen weitergegeben wird und qualifizierte Fachkräfte nachwachsen. So sichern wir die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens langfristig“, sagt Veit Duwensee, Geschäftsführer der temps GmbH Malereibetriebe.
„Ausbildung+“ verbindet Förderung und Integration
Die hohe Vielfalt ist aus Sicht der temps-Gruppe kein Zufall. Das Unternehmen investiert seit vielen Jahren in Ausbildung, Integration und persönliche Begleitung. Ein zentraler Baustein ist das selbst entwickelte Programm „Ausbildung+“. Zusätzlich zur Berufsschule verbringen die Auszubildenden aller drei Lehrjahre einen Tag pro Woche im Schulungs- und Ausbildungszentrum in Neustadt am Rübenberge. Dort vertiefen sie Deutsch, Fachtheorie, Politik, Mathematik und Sozialkunde.
Das Angebot richtet sich an alle Auszubildenden. Für neu zugewanderte Menschen ist es besonders wichtig. Einige beginnen ihre Ausbildung mit geringen Deutschkenntnissen. Auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen werden gemeinsam eingeordnet. Ziel ist, fachliche Lücken früh zu schließen und die Auszubildenden gut auf ihre Prüfungen vorzubereiten.
Die Begleitung endet nicht beim Unterricht. Die temps-Gruppe unterstützt auch bei bürokratischen und rechtlichen Fragen. Dazu zählen Kontakte mit Behörden und Ämtern, die Wohnungssuche oder problematische Vertragsverhältnisse. Die im Unternehmen tätige Volljuristin Anike Birkenhagen begleitet Mitarbeitende bei entsprechenden Anliegen. Zentraler langjähriger Partner ist zudem das Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge (NUiF).
Dass dieser Ansatz trägt, zeigen die Ergebnisse. Im Ausbildungsjahr 2024/2025 liegt die Erfolgsquote bei 100 Prozent. Alle 22 gestarteten Auszubildenden bestehen ihre Prüfungen im ersten Anlauf. 2025/2026 sind es 15 von 16 Auszubildenden. Das entspricht rund 94 Prozent.
Vom Ankommen zum Botschafter für Ausbildung
Wie Integration durch Ausbildung gelingen kann, zeigt die Geschichte von Ivan Kulakov. Er flieht infolge des russischen Angriffskrieges aus der Ukraine und baut sich in Deutschland ein neues Leben auf. Über seinen Schwager erfährt er von den Ausbildungsmöglichkeiten bei temps. Heute ist Kulakov im zweiten Lehrjahr zum Fahrzeuglackierer. Besonders: Mittlerweile berichtet er im Rahmen von Pressebeiträgen oder Ausbildungsmessen von seinem Weg sowie seinen Erfahrungen im Unternehmen und macht Anderen somit Mut.
„Die Förderung von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, ist für unsere Familie eine Herzensangelegenheit. Mein Vater und Firmengründer Fritz Temps ist nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Binnenflüchtling. Mit seinen Habseligkeiten auf dem Fahrrad überquert er die innerdeutsche Grenze. In Hannover absolviert er die Meisterschule und gründet 1952 die temps GmbH Malereibetriebe. Seine Geschichte erinnert uns bis heute daran, was entstehen kann, wenn ein Mensch eine faire Chance und eine neue Perspektive erhält“, erklärt Ulrich Temps, geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der temps-Gruppe.
Technische Kompetenz für ein breites Leistungsspektrum
Die Ausbildung sichert nicht nur personelle Kapazitäten. Sie vermittelt Kompetenzen für ein zunehmend technischeres und anspruchsvolleres Handwerk. Das Leistungsspektrum der temps-Gruppe reicht von klassischen Malerarbeiten im Innenbereich über Arbeiten mit Wärmedämmverbundsystemen und Fassadensanierungen bis zu Industrie- und Fußbodenbeschichtungen, Betonsanierung und Baudenkmalpflege. Hinzu kommen Bodenbelagsarbeiten und Fahrzeuglackierungen.
„Unser Handwerk ist technisch sehr vielfältig und entwickelt sich ständig weiter. Für unsere Jobs brauchen wir sehr gut ausgebildete Fachkräfte. Entscheidend ist deshalb eine Ausbildung, die handwerkliche Präzision mit technischem Verständnis verbindet. Nur so können wir unseren Kunden dauerhaft Qualität in der gesamten Breite unseres Portfolios bieten“, so Kay Faulhaber, Geschäftsführer der temps GmbH Malereibetriebe.
Die Bewerberentwicklung ist stabil. Jedes Jahr erreichen die temps-Gruppe Bewerbungen für Ausbildungsplätze im dreistelligen Bereich. Die Qual der Wahl zu haben, ist wichtig. Denn zugleich verschärft der demografische Wandel den Fachkräftebedarf im Handwerk. Die kontinuierliche Ausbildung junger Menschen bleibt daher ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie.



